Arten von Learning Agreements

Learning Agreements stellen eine Art "Rückversicherung" dar, dass die von Ihnen gewählten Kurse nach deren Besuch im Ausland auch anerkannt werden.

Eine Anerkennung von ausländischen Leistungen kann grundsätzlich in zwei Varianten erfolgen:

  • Direkte Anerkennung als äquivalenter Kurs
  • Indirekte Anerkennung als International Course

 

Direktes Learning Agreement

Bei der direkten Anerkennung ist es nötig, dass ein basierend auf den "erworbenen Kompetenzen" äquivalenter Kurs vorliegt. Wenn Sie an einer ausländischen Universität also einen Kurs identifizieren, der anhand der Kompetenzbeschriebung zu großen Teilen identisch (> 66 % Übereinstimmung) ist mit einem Kurs, den Sie hier absolvieren müssen/können, können Sie hierfür ein direktes Learning Agreement abschließen. Der hiesige "Slot" für diesen Kurs wird dann mit der Leistung aus dem Ausland gefüllt. Ansprechpartner für direkte Learning Agreements sind immer die hiesigen Modulverantwortlichen.

 

Indirektes Learning Agreement

Bachelor Wirtschaftsinformatik:

Nur wenn es kein direktes Äquivalent zu einem ausländischen Kurs im hiesigen Modulkatalog geben, das Modul thematisch aber in den Vertiefungsbereich passen, so kann eine indirekte Anerkennung als "BI401 International Course" erfolgen. Insgesamt dürfen die anerkannten Kurse dann nicht mehr als 12 ECTS ergeben.

Ansprechpartner ist der Lehrstuhl, der thematisch den Vertiefungsbereich verantwortet.

Master Wirtschaftsinformatik Studienbeginn vor FSS 2018:

Nur wenn es kein direktes Äquivalent zu einem ausländischen Kurs im hiesigen Modulkatalog geben, das Modul thematisch aber in einen Specialization Track  passt, so kann eine indirekte Anerkennung als "BI65X International Course" erfolgen. Insgesamt dürfen die anerkannten Kurse dann nicht mehr als 18 ECTS ergeben.

Ansprechpartner für ein indirektes Learning Agreement ist der jeweilge Trackverantwortliche, in dessen/deren Track das ausländische Modul am besten passt.

Master Wirtschaftsinformatik Studienbeginn ab FSS 2018:

Sollte es kein direktes Äquivalent zu einem ausländischen Kurs im hiesigen Modulkatalog geben, das Modul thematisch aber in den Bereich der Specializations passen, so kann eine indirekte Anerkennung als "BI656 International Course" erfolgen. Insgesamt dürfen die anerkannten Kurse dann nicht mehr als 18 ECTS ergeben.

Ansprechpartner ist der Lehrstuhl, dessen Interessensbereich dem anzuerkennenden Kurs am nächsten kommt.

Master MMDS:

Sollte es kein direktes Äquivalent zu einem ausländischen Kurs im hiesigen Modulkatalog geben, das Modul thematisch aber in den Bereich "Data Management", "Data Analyses", oder "Projects and Seminars" passen, so kann eine indirekte Anerkennung als "Additional Course Data Management", "Additional Course Data Analyses" oder "Additional Course Projects and Seminars",  erfolgen. Insgesamt dürfen die anerkannten Kurse dann nicht mehr als 18 ECTS ergeben.

Ansprechpartner ist der Lehrstuhl, dessen Interessensbereich dem anzuerkennenden Kurs am nächsten kommt, oder im Zweifelsfall das Programm Management des MMDS.

 

Umrechnung der ECTS für den "BIXXX International Course" und MMDS Additional Course !

Die ECTS für einen BIXXX International Course oder einen MMDS Additional Course werden vom Prüfungsausschuss bestimmt. Diese ergeben sich aus einer Umrechnung der Credits der Gastuniversität. Durch die Umrechnung können Sie möglicherweise für einen Kurs mehr oder weniger wie 6 ECTS bekommen! Bedenken Sie, dass Ihnen insgesamt im Bachelor max. 12 ECTS, im Master max. 18 ECTS anerkannt werden können! Für Universitäten im Europäischen Ausland bekommen Sie in der Regel ECTS oder Credits die äquivalent zu den ECTS sind.


Welche Form sollte gewählt werden indirekt oder direkt?

Da die Anzahl der direkten Anerkennungen grundsätzlich nicht limitiert ist im Gegensatz zu den International Courses sollte diese Form immer bevorzugt gewählt werden! Ausserdem haben Sie bei einer direkten Anerkennung auch keine Umstände durch eine ECTS-Umrechnung.

Ablauf

Nachdem Sie von uns eine Zusage für eine Partnerhochschule erhalten haben (bzw. im Falle von Freemovern kommt die Zusage von der ausländischen Hochschule direkt), sollten Sie beginnen sich um Ihr Learning Agreement zu kümmern. Das Learning Agreement sollten Sie auf alle Fälle abschließen, bevor Sie ins Ausland gehen. Somit sind Sie auf der sicheren Seite und wissen, welche Kurse Sie im Ausland belegen können die hier für Ihr Studium anerkannt werden.

Das Learning Agreement besteht aus zwei Formularen:

Das Deckblatt füllen Sie einmal aus.
Das Learning Agreement für die Lehrstühle füllen Sie einmal pro Modul aus.

 

Der Anerkennungsprozess gliedert sich für Sie in zwei Stufen:

  1. VOR dem Auslandsaufenthalt aber NACHDEM feststeht, an welche ausländische Hochschule Sie gehen, gehen Sie mit dem Formular "Learning Agreement" zu den jeweiligen Lehrstühlen um sich das Ok für die inhaltliche Kursanerkennung einzuholen. Ausnahmen bilden hierzu Kurse der Philosophischen Fakultät, der Wirtschaftsmathematik, der BWL und der VWL. Hier sind Ihre Ansprechpartner die folgenden: 

  2. NACH Ihrer Rückkehr reichen Sie die folgenden vier Dokumente bei Ihrem zuständigen Prüfungsausschuss zur Notenanerkennung und -umrechnung ein:  

    • Formular "Anrechnung ausländischer Leistungen"
    • Notentranscript aus dem Ausland
    • Learning Agreement(s) unterzeichnet von den Mannheimer Lehrstühlen und das Deckblatt 
    • Bestätigung des Akademischen Auslandsamts über Einreichung des Erfahrungsberichts


Ihre Unterlagen werden daraufhin geprüft und die Noten werden umgerechnet. Ausländische Noten werden an der Universität Mannheim auf der Basis dieser Umrechnungstabellen anerkannt. 

Bitte beachten Sie, dass sämtliche Dokumente im Original einzureichen sind.